Archiv für den Monat: November 2015

Aus anderer Sicht

Auf Initiative des Arbeitskreises PALSCHUKI (Parscher Altersheime, Schulen und Kindergärten) konnten In der VS Parsch und der VS Abfalter SchülerInnen und Lehrende erfahren, wie der Alltag blind oder im Rollstuhl bewältigt werden kann – am Besten miteinander.

Barrierefreiheit ist seit 2016 eine gesetzliche Selbstverständlichkeit. Dass es neben baulichen Einrichtungen auch auf begleitende Schulungen und Maßnahmen ankommt, zeigt der Stadtteilverein Parsch und die Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg. Gemeinsam mit der Sozialen Initiative Salzburg wurde im November 2015 das Projekt „Aus anderer Sicht“ umgesetzt.

SchülerInnen und LehrerInnen der VS Parsch und der VS Abfalter konnten dabei jeweils für einen halben Tag die Welt aus anderer Sicht erleben: Aus der Perspektive von blinden Menschen und von Menschen im Rollstuhl. Begleitet wurden sie dabei von „ExpertInnen in eigener Sache“ – von dem blinden Experten Mag. Peter Weiser und von DSA Albert Lindner, einem Sozialarbeiter, der seinen Alltag mit dem Rollstuhl bewältigt.

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Die Teilnehmenden erlebten mit dem Taststock oder im Rollstuhl die ihnen vertraute Welt, wie sie sich für Blinde und für Mobilitätsbeeinträchtigte darstellt. Das Projekt veranschaulichte so ganz persönlich und nachvollziehbar, welche Barrieren entstehen. Und zugleich gab es viele Tipps, wie diese in einem Miteinander beseitigt werden können.

Die aktive Beteiligung der SchülerInnen zeigte das aktuelle Interesse am Thema und ein nachhaltiges Bewusstsein für den Abbau von Barrieren durch ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen.

ausandererSicht2Fotos: Christian Treweller

Bericht von Christian Treweller

 

Mediation, Steitschlichtung mit Herz und Hirn

„Die Sprache ist die Quelle aller Mißverständnisse“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Bericht über Vortrag am 22.10. im ÖJAB von Frau Dr. Claudia Pichler:

Am Anfang Steit, Gegensätzliches, das nicht vereinbart werden kann, die Fronten verhärtet, jede Seite glaubt sich im Recht und oft ist es ein kleiner Auslöser, der einen großen Konflikt auslöst. Ein menschliches Erbe aus der Steinzeit. Verletzte Gefühle, negative Erfahrungen aus der eigenen Vergangenheit, spielen eine große Rolle, es kommt zum „Tunnelblick“. Nur eine neutrale, außen stehende Person kann da noch etwas bewirken.

Mediation, es gibt diese Lösungsmethode schon seit der Antike (weltweit der Rat der Ältesten), wird seit ca. 1980 in Europa in allen Lebensbereichen (Schule, Ehe, Familie, Erbschaften, interkulturell, im Natur und Umweltschutz, in der Wirtschaft) angewendet und ist da hilfreich, wo scheinbar nichts mehr geht. Mit speziellen Gesprächstechniken versucht der/die Mediator/in, gemeinsam mit den Streithähnen/Hennen, eine für alle Beteiligten tragbare Lösung zu finden. In einigen Einzel-Sitzungen und dann gemeinsam, werden die Vergangenheit und Zukunft des schwierigen Themas beleuchtet, die Argumente gesprochen, und so ein Weg aus der Sackgasse gefunden.

Für ein besseres Miteinander in einer friedlicheren Welt .

Mediation 22102015

Bericht von Mag. Christine Hackenberg