Archiv für den Monat: Juni 2018

Ein Abschied mit Feuer und Flamme

Gabi Kriks und Andrea Pirker haben zwei erfolgreiche Jahre als Obfrauen hinter sich. Dass sich der Stadtteilverein unter ihrer Führung verjüngt und dynamisiert hat, war beim Sonnwendfest im Stadtteilgarten zu beobachten. Zahlreiche junge Familien waren gekommen. Während die Eltern sich bei Grillwürsteln und Salaten miteinander austauschen konnten, begeisterte Clown Pedro die Kinder. Davor gab es die Gelegenheit, zusammen mit der ukrainischen Künstlerin Anna Filatova Blumen und Gemüse zu „portraitieren“.

Kurz bevor das Sonnwendfeuer angezündet wurde, kam es zur Präsentation der neuesten Publikation des Stadtteilvereins: „In den Mund gelegt“ ist ein Buch mit vergnüglichen „Zitaten“ zum Thema Garten. Eine ausführliche Beschreibung findet sich weiter unten.

Gegen 23 Uhr war das Sonnwendfeuer zu Glut zerfallen. Die letzte Veranstaltung von Andrea Pirker und Gabi Kriks ging zu Ende, denn die beiden Obfrauen werden sich bei der kommenden außerordentlichen Generalversammlung Anfang Juli nicht mehr zur Wahl stellen.

„In den Mund gelegt“

Eine neue Publikation des Stadtteilvereins

Der Bibel nach sind wir Menschen aus einem wunderbaren Garten, dem Paradies, hervorgegangen. Deshalb haben Gärten über alle Zeiten hinweg berühmte Persönlichkeiten inspiriert – zumindest wenn es nach dem Zeichner Bernhard Lochmann und dem Autor Christian Lorenz Müller geht. Müller hat  W. A. Mozart und Angela Merkel, Steve Jobs, Sebastian Kurz und vielen anderen mehr Gartenzitate in den Mund gelegt, die sie so nie gesagt haben, vielleicht aber gesagt haben könnten.

 

Lochmann und Müller ackern und pflanzen seit einigen Jahren im Stadtteilgarten Parsch, um ihren ewig hungrigen Künstlermägen Vitamine zuführen zu können. Im Garten hatten sie auch die Idee zu dem gemeinsamen Projekt, das der Stadtteilverein finanziell gefördert und mit Rat und Tat unterstützt hat. Herausgekommen ist ein vergnügliches Büchlein voller Spott und Ironie, ein sprachlicher und karikaturistischer Lustgarten, in dem es sich trefflich wandeln lässt.

Hardcover, 80 Seiten, A5
Erhältlich beim Stadtteilverein für 15,– €

 

Drei Hauben für die Köche!

 Grenzenlos kochen sorgte für Gaumenkitzel

Foto: Anita Moser

Für Grenzenlos kochen lädt der Stadtteilverein Köchinnen und Köche aus verschiedenen Kulturen an den Herd des Parscher Pfarrsaals. In einer Art von kreativem Happening entstehen Gerichte, die die Gaumen entzücken. Am 17. Mai 2018 zum Beispiel kredenzte eine Gruppe junger Schwaben Württembergische Linsen an Späzle, schön säuerlich durch einen Schuss Essig. Kaum hatte das Deftig-Bodenständige aus den österreichischen Nachbarlanden die Kehlen passiert, tellerten fünf Asylbewerber aus Afghanistan ein dillig-scharfes Sabzi-Polo auf. Niemand von den rund 50 Gästen konnte widerstehen – bis auf die Köche selbst, die den Ramadan einzuhalten hatten. Nach beinahe 19 Stunden ohne Essen und Trinken ist ihnen der Gleichmut, mit dem sie zwischen all den schmausenden Gästen ihr Gericht kredenzten, hoch anzurechnen.

Zum Nachtisch gab es unter anderem einen angenehm säuerlichen Orangenkuchen, gezaubert von einer jungen portugiesischen Bäckersmaid nach Art ihrer Oma.

Foto: Anita Moser

Magic Daniel, ein ebenso eloquenter wie witziger junger Mann, zauberte mit ausgefuchsten Kartenkunststücken Verblüffung und Erstaunen in die Gesichter seiner Zuschauer.

Drei Hauben für alle Köchinnen und Köche, auch für die, die aus Platzgründen hier keine Erwähnung gefunden haben!