Archiv für den Monat: März 2015

Abschied von Dr. Harald Lohmann

Am 1.März 2015 hat uns unser sehr geschätztes Ehrenmitglied, unser Freund und Förderer Hofrat a.D. Mag.Dr.jur. Harald Lohmann für immer verlassen.

Dr. Harald Lohmann

Dr. Harald Lohmann

Der „Junge von der Waterkant“ Jahrgang 1926 kam durch die Übersiedlung seiner Familie schon in jungen Jahren nach Salzburg, verbrachte hier seine Schulzeit, garantiert mit vielen Bubenstreichen.                                                                                                                         Im 2. Weltkrieg dient er bei der Marine, ein Hamburger kann ohne Wasser nicht leben, kommt aber nach Kriegsende wieder nach Salzburg zurück. Er studiert Philosophie und Jus in Salzburg und Innsbruck. Als Wirtschaftsjurist arbeitet er in Mainz und München, um schließlich als Verwaltungsjurist in Salzburg das Landesinvalidenamt zu leiten.            Die Kanzleiarbeit, viel zu trocken für den kosmopolitisch geprägten Herrn Hofrat, wird durch das Schreiben von Reiseberichten und mehreren Büchern (z.B.: „Mäßig begabt aber nicht hoffnungslos“, ein Ausspruch seiner preußischen Großmutter über ihren Enkel und Titel seiner Biographie)belebt.

Kurz nach seiner Pensionierung erfährt er vom Projekt des Parscher Stadtteilvereins eine Stadtteilchronik von Parsch zu erstellen, die dann in Rekordzeit von zehn Monaten aus dem „Nichts“unter seiner Federführung entsteht. Es folgen Ergänzungsbände, „Journale“ und sein unvergessliches Kulturcafe: die Lesung aus dem Briefwechsel Thomas Bernhards mit seinem Verleger Unseldt.

Neben seinen Verdienstkreuzen und anderen offiziellen Auszeichnungen wir Dr. Lohmann die Ehrenmitgliedschaft des Stadtteilvereins Parsch verliehen. Für ihn, nach seinen Worten, ein Höhepunkt in seinem Leben. Der Tod überrascht ihn, der „sich in seiner geraden, hochdeutschen Art, für unsterblich gehalten hat“. Aber wie Henry Scott in seinem Gedicht sagt: Der Tod ist nichts, ich bin nur in das Zimmer nebenan geganhgen.   Unser Harald lebt in unseren Herzen weiter, seine unverwechselbare Art und sein  hanseatischer Humor wird uns fehlen.

Nachruf von Vorstandsmitglied Mag. Christine Hackenberg