Alle Beiträge von Andreas Gruber

Ableben eines Visionärs

Im 82. Lebensjahr verstarb der vielleicht berühmteste und einflussreichste Parscher aller Zeiten: Ferdinand Piech, langjähriger VW-Chef.

Der Stadtteilverein Parsch möchte der Familie und Angehörigen Beileid für den großen Verlust aussprechen.

Auch wenn Herr Ferdinand Piech gerne in aller Ruhe und zurückgezogen die letzten Jahre über in Parsch lebte, so beeinflusste sein Lebenswerk doch tagtäglich das Leben von so vielen Menschen und zu guter Letzt auch SalzburgerInnen und ParscherInnen.

Der Stadtteilverein wirkt

Der Stadtteilverein Parsch nimmt die Anliegen der Mitglieder und Bürgerinnen in Parsch sehr ernst. Aus diesem Grund haben wir über die letzten Monate wiederholt die schlechten Fahrbahnbedingungen der Radwege in der Bahnunterführung Clemens-Krauss-Straße eingemahnt.

Und letzte Woche war es dann so weit. Die Unterführung wurde nach wiederholtem Drängen neu asphaltiert.
Wir freuen uns sehr, dass unsere steten Bemühungen gehört wurden und erkennen an, dass direkte Bürgerbeteiligung in Salzburg funktioniert!

Das war das Schmedererplatzfest „Servus Parsch“ 2019

Was für ein Fest!!!

Trotz einiger widriger Umstände hat sich am 5. Juli 2019 genau gezeigt, was im Stadtteilverein Parsch steckt. Und mit einer gewaltigen Teamleistung war es möglich, ein fantastisches Fest zu organisieren, das für viel Begeisterung gesorgt hat, für lachende Gesichter und eine tolle Stimmung.

Über den Tag verteilt durften wir bis lang nach Sonnenuntergang über 400 große und kleine Gäste begrüßen, die in den Genuß von perfektem Sommerwetter (nicht zu heiß und ein bisserl Wind) kamen. Die musikalische Untermalung von DJ Josef Frahndl sorgte für beste Stimmung, die Versorgung vom Steinlechner Wirt Thomas Gschwandtner und seinem Team war hervorragend. Kühles Trumer Bier, heiße Leckereien, das perfekte Duo an diesem Tag. Die Pfadfinder ergänzten das Fest mit spannenden Spielen und einem Riesenwuzzler. Das große Stadtteilquiz zog viele BesucherInnen in seinen Bann und das große Glücksrad zum 15-jährigen Vereinsjubiläum des Stadtteilvereins war heiß begehrt. Dazu gab es am großen Kuchenbuffett viele selbstgemachte Leckereien und außerdem dürfen wir etwas Beeindruckendes verkünden: wir konnten über €1.000 für den „Franzenbauer“, der Bauer kürzlich nach Blitzschlag am Gaisberg abgebrannt ist, sammeln. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an alle Spender!

Ein weiteres Dankeschön geht an die UnterstützerInnen des Fests, die Borromäusapotheke, den Bergspezl, die Raika Parsch, den Steinlechner Wirt und die ÖJAB-SeniorInnenwohnanlage Aigen! Nicht zu vergessen an dieser Stelle die Gemeindeentwicklung des Landes Salzburg, das den Verein und somit auch solche Fest immer unterstützt.

Last but not least bedanke ich mich bei unseren Vereinsmitgliedern und den ehrenamtlichen HelferInnen, ohne denen dieses Fest nicht möglich gewesen wäre. Danke für eure Hilfe und Unterstützung!

Schmedererplatzfest „Servus Parsch“

Am 5. Juli 2019 findet von 14-21 Uhr das große Schmedererplatzfest „Servus Parsch“ statt.

Dazu laden wir herzlich alle Parscherinnen und Parscher, Anrainer, Freunde, Bekannte, Unterstützer usw. ein. Wir feiern zum Abschluss des Schuljahres ein rauschendes Fest mit vielen Aktivitäten.

Bitte beachtet, dass die O-Buslinie 6 nur zur bis zur Maria-Cebotari-Straße fährt, ab dort bringen euch die Rikschas zum Schmedererplatz hinauf! Eine Hüpfburg, die Kinderdisco u.v.m. werden euch einen tollen Start in die Sommerferien bescheren.

Neben der Kinderdisco gibt es Verköstigung vom Steinlechner Wirt, die Pfadfinder haben tolle Aktivitäten geplant, unsere Unterstützer „Bergspezl, Borromäusapotheke, das ÖJAB-SeniorInnenwohnheim Aigen, die WOHNZONE und die RAIKA Parsch“ präsentieren sich und ihre Angebot.

Zusätzlich dürfen wir darauf hinweisen, dass der Stadtteilverein Parsch sein 15-jähriges Jubiläum feiert und diesen Anlass nutzen wir natürlich um uns und unsere Arbeit zu präsentieren.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge zieh‘n…“

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926)

Unter diesem Titel fand am Dienstag 4. Juni 2019 um 18.00 Uhr im CK 21 wieder ein Kulturcafé statt. Der Schwerpunkt unseres heurigen Stadtteiljahres war diesmal  „Altwerden in Parsch“. Nach verschiedenen Vorträgen, wurde diesmal das Thema von der literarischen Seite betrachtet.

Zahlreiche Besucher waren trotz des heißen Sommerwetters gekommen und lauschten sehr aufmerksam den Betrachtungen aus verschieden Epochen der Literaturgeschichte.  Neben Rilke kamen auch  J. W. v. Goethe, J . v. Eichendorff, T. Fontane, E. Geibel, W. Busch  und H. Hesse zu Wort, anonyme Geschichten und Märchen der Hottentotten und der Gebrüder Grimm fanden sich ebenso ein.

Temperamentvolle und zauberhafte Klänge dargeboten von einem Virtuosen der Gitarre, Herrn Peter Kollowrat.boten  die stimmungsvolle,  musikalische Ergänzung.

Frau Eva Löchli M.A., sie hatte bereits vor einiger Zeit im Kulturcafé aus ihrem Roman „aus der Kabine“ gelesen, „beleuchtete“ das Thema mit neuer, eigens für unsere Veranstaltung  geschriebener Poesie und Prosa :

Gedicht: auftauchen, alter Mann am Klavier, einmal fliegen, lichtmacher, für morgen,  spätes Licht und Erzählungen: Immer die Sehnsucht, Wiederbegegnung u.a.

Eigentlich ist das Thema des Älterwerdens ein ernstes.  Aber wie uns unser Publikum, das während des gesamten Vortrags  gespannt und sehr interessiert zuhörte, am Ende bestätigte, kommen   im Leben nach manchmal düsteren auch wieder helle Tage. Und so meint H. Hesse in seinem Gedicht „Stufen“ ….des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde.

Ein anschließender, kleiner Umtrunk bot Gelegenheit zu  Diskussion und gemütlichem Meinungsaustausch.

Für Interessierte stand ein Büchertisch und eine Liste weiterführender Literatur zum Thema Alter  (siehe Anhang) rundete das Thema des Abends zur Verfügung.

Ich danke Eva und Peter für die wunderbare Zusammenarbeit und unserer AK Leiterin Kultur Magdalena  für die perfekte Vorbereitung des Rahmens.

Infonachmittag Biographiearbeit am 07.05. 2019

Eine umfassende Biographie dient zur besseren Kommunikation, zur Erhaltung der Identität und ist als Basis für Pflegende sehr hilfreich. Nicht nur Daten und Fakten, sondern die Kenntnis von Vorlieben und ganz besonders Abneigungen oder Angst machenden Situationen sind für Pflegende sehr wichtig, wenn der zu Betreuende sich nicht mehr äußern kann.

Eine Biographie ist eine Lebensbeschreibung und kein Lebenslauf. Sie dient der Rückschau auf das eigene Leben, z. B. was waren meine Ziele, was ist gut gelungen-was nicht, welche Menschen waren und sind wichtig in meinem Leben, gute und schlechte Erfahrungen, was quält mich noch?

Diese Rückschau ist auch wichtig für die Person selbst, für Kinder und Enkelkinder, Partner und Freunde, vor allem aber ist sie sehr wertvoll für das Pflege- und Betreuungspersonal von dementiell Erkrankten.

Die Biographie lässt sich in verschiedene Bereiche einteilen.

Daten und Orte: wann und wo bin ich geboren, habe ich die Schule besucht, habe ich eine Ausbildung gemacht, habe ich geheiratet, wann und wo sind meine Kinder geboren?

Kultur und Spiritualität: Welche Musik und Filme mag ich? In welchem Umfeld bin ich aufgewachsen (Stadt oder Bauernhof….) Welche Traditionen sind mir wichtig? Wie gestalte ich meine Freizeit, (singen, basteln, garteln…)? Bin ich gläubig, ist mir die Kommunion wichtig, möchte ich gerne zur Messe gehen, welches Gottesbild habe ich, soll mich ein Priester besuchen….?

Persönlichkeits- und Körperbiographie: bin ich gerne allein oder in Gesellschaft, mag ich Tiere, welche Gerüche und Farben mag ich nicht, was schmeckt mir gar nicht, wie kleide ich mich gerne…..?

Wer soll mich pflegen, eine männliche oder weibliche Person? Habe ich schlimme Erfahrung mit Sexualität (Missbrauch) gemacht?

Alle diese Informationen sind sehr privat, man sollte sie daher jemanden übergeben dem man vertraut, oder der Person, die man in einer eventuell vorhandenen Vorsorgevollmacht genannt hat.

Literatur: Bücher zum Ausfüllen

Was ich dich noch fragen wollte? Von Jo Eckard

Opa/ Oma/Mama/Papa erzähl mal. Von Elma von Vliet

Nächster Termin: 12.11.2019 15:00-17:00 Uhr

Stadtteilbüro, Ludwig Schmederplatz 1

Und wieder wurde „grenzenlos gekocht“…


Der Sadtteilverein organisierte am Donnerstag den 25. April zum 14.Mal einen „grenzenlosen Kochabend“ im Pfarrsaal Parsch. Den Anfang machte Pfarrer Mag. Hermann Imminger mit einem interkonfessionellem Gebet. Die Leiterin des Arbeitskreise Soziales, Integration und Generationen begrüßte die Gäste ,führte in die Regeln dieser Veranstaltung ein und verwies auf die Wichtigkeit der Kommunikationsmöglichkeiten im Stadtteil,

Ein besonderes Anliegen des Vereins sei es die interkulturelle Kommunikation -zu vertiefen, gerade in der heutigen dem „ANDEREN“ gegenüber skeptischen Gesellschaft.
Nach musikalischen Kostbarkeiten der Mundharmonikagruppe Chromonika und dem Vortrag der Kochgeschichte von Roda Roda und eines Märchen über die Gastfreundschaft, begann das gemeinsame interkulturelle Kochen und Essen. Dieses Mal bereiteten besonders
viele Köchinnen Speisen wie ein guatemaltikisches Maisgericht, Szegediner Gulasch, Spargelquiche, Scheiterhaufen, Bärlauchknödel bzw. -nockerl, Hühnersuppe, Burek und vieles anderes mehr …..

Erfreulicherweise hatte die Neugier auf kulinarische Kostbarkeiten und das Kennenlernen verschiedener Lebensbiographien viele ParscherInnen zusammengebracht. Im geselligen Beisammensein konnten Gäste aus Bosnien,Ruanda, Afghanistan, Syrien und der Türkei direkt mit der anwesenden Integrations-Landesrätin Mag. Andrea Klambauer in  einen Dialog treten und über Möglichkeiten der Kooperation und Vernetzung im Lande Salzburg sprechen.

Alt werden in Parsch


Alt werden, ein Thema, mit dem wir uns alle aktiv oder passiv
auseinandersetzen müssen, sollten – ein Tabuthema?


Der Jahresschwerpunkt möchte ermuntern, sich mit diesem Thema
auseinandersetzen, darüber zu reden. Mittels vielseitiger
Information, Aufzeigen der positiven Aspekte des Alterns und der
Kraft des Humors wird das Thema vertieft.


Bisherige Veranstaltungen zu diesem Thema:
 Eröffnungsvortrag “ Soll ich, kann ich, muss ich pflegen?“
 „Abschied und Erinnerung“: monatliche Gesprächsrunde um in
geschütztem Rahmen über schmerzliche Verluste zu sprechen
 Vortrag „Barrierefrei und behindertengerecht im Alltag“
 Vortrag „Unterstützung in allen Lebenslagen“
 Vortrag „Wichtige rechtliche Fragen“ zu den Themen
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und
Konfliktlösungsmodell „Elder Mediation“
 Vortrag „Spiritualität im Alter und bei Krankheit“

Wir laden Sie herzlich zu den nächsten Veranstaltungen ein:
 07.Mai, 15 – 17h Biographiearbeit: als Basis für die Pflege von
Menschen, die ihre Bedürfnisse nicht mehr ausdrücken können
 04.Juni, 18h Kulturcafé: Literarische Zugänge zu den
verschiedenen Lebensphasen, mit Texten von Eva Löchli und
aus der Weltliteratur
Näheres und weitere Veranstaltungen siehe Flyer

Wir dürfen Sie noch auf 2 wichtige Veranstaltungen hinweisen:
 25. April, 17h im Pfarrsaal „Grenzenlos kochen“, siehe
Einladung
 05.Juli, ab 14h – 21h „Schmedererplatzfest!“

Soll ich, kann ich, muss ich pflegen?

Tag und Nacht: Soll ich, kann ich, muss ich pflegen?: Die mitunter belastende und kräftezehrende Situation pflegender Angehöriger stand im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Jahresschwerpunkt. Angst vor dem „moralischen Zeigefinger“, einfach nicht NEIN sagen können, ein schlechtes Gewissen oder ein falsch verstandenes Pflichtgefühl treiben viele Angehörige in eine Rolle, der sie nicht gewachsen sind. Albert Gruber  entwarf ein umfassendes und  realistisches Bild , verabsäumte aber auch nicht die Belohnungseffekte, die happy chemicals zu erwähnen.

Ein brandaktuelles Thema, das angesichts der steigenden Lebenserwartung an Brisanz zunehmen wird.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde der Mangel an Möglichkeiten zum  Erlernen von Pflegegrundkenntnisse thematisiert.

Als konkretes Ergebnis dieser Veranstaltung, ist nun zusammen mit der FH Salzburg und Albert Gruber ein Grundpflegekurs für pflegende Angehörige in Planung.

Kreativwerkstatt zur Typisierung von RadfahrerInnen

Die dritte Kreativwerkstatt fand am 21. Februar im Salzburger Stadtteil Parsch statt. Diesmal wurde unter der Leitung von Günther Innerebner vom Helios Bozen mit dem Stadtteilverein Parsch gemeinsam gearbeitet. Nach einer kurzen Einleitung von Projektleiter Martin Loidl vom Z_GIS der Universität Salzburg ging es wieder darum, ein allgemeines Lebensstil-Modell auf das Radfahren hin zu spezifizieren. Die Gruppe zeigte sich sehr motiviert und aufgeschlossen. Für viele der etwas älteren TeilnehmerInnen brachten der Workshop ganz neue Einblicke in die Lebenswelt von digital creatives und neo hippies. Doch in sehr heiterer und aufgeschlossener Atmosphäre dachten alle bereitwillig über komplexe und abstrakte Themen nach. Wir freuten uns sehr über diese positive Stimmung und die vielen hilfreichen Inputs für unser Forschungsprojekt.

Unsere Mitglieder freuen sich, aktiv etwas zur Gesellschaft und zum Zusammenleben beitragen zu können. Ein Danke an alle TeilnehmerInnen!