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GROSSES WELTTHEATER –100 JAHRE SALZBURGER FESTSPIELE

Am Freitag, den 31.07. besuchten wir eine Führung durch die Landesausstellung zum 100 jährigen Jubiläum der Salzburger Festspiele, im Salzburg Museum. Unter dem Titel „Großes Welttheater“ ermöglicht die Ausstellung Einblicke in die 100 jährige Geschichte der Salzburger Festspiele.

 Film- und Tondokumente, Fotos, Kostüme, Requisiten und Installationen international renommierter zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen verwandeln das Museum in eine Bühne.

Alle die an der Führung teilnahmen waren wie verzaubert und sie werden die Ausstellung, die noch bis 31.10.2021 geöffnet ist, auf jeden Fall noch ein- oder mehrmals besuchen. Es war wirklich ein Erlebnis und wir können einen Besuch nur empfehlen.

Martha Korntner

Gang durch die Steingasse

Samstag, 27. Juni 2020 

Der Stadtteilverein lädt zu einem Spaziergang durch die meist unbekannte Geschichte der „sprechenden Häuser“, durch die alte Steingasse mit ihren malerischen, verschlafenen Häusern ein. Es beginnt mit der

Villa Ferch-Eggelet

1596 erstmals erwähntes kleines Haus von Ordensbrüdern,  1783 neue Besitzer Christian Zezi und Vital Schwendtner lassen an seiner Stelle hier eine Lederfabrik durch Hofbaumeister Georg Laschensky errichten. Für die Lederverarbeitung (Wasserbedarf) nahe der Salzach gelegen,  ein historisierendes 3 flügeliges herrschaftliches Bauwerk, in einem von alten Bäumen gesäumten Park, ganz anders als man sich Fabriken im 19. Jh. vorstellt. 1886 ein neuer Besitzer, Max Freiherr von Eggelet, von 1931 bis 1938 führt Frau Marianne Eggelet hier ihren „Tearoom“. Heute wird das Haus mit 2 prunkvollen, mit Holz vertäfelten Räumen und seinem Gewölbe samt großem Garten für Empfänge, Bankette und Konzerte genützt.

Am Äußeren Stein der „Engelwirtsbrunnen“ , der besonders im Frühling von blühenden Magnolien flankiert,besonders beeindruckt. Er stand  früher beim gleichnamigen Gasthaus, am Standort des heutigen „das Kino“.

Hier beginnt die Steingasse,  eine der ältesten  Salzburger Straßen, die schon zur Zeit des römischen Juvavum nach Süden führte. Weiter stadteinwärts, vor der Paracelsus Buchhandlung finden sich unter den Kanaldeckeln noch original Teile der römischen Straße.  

Ein kleines Stück weiter die Eingänge zu den Schutzstollen aus dem 2. Weltkrieg.

Die einzige Straße am rechten Salzachufer war gesäumt von Handwerkshäusern der Gerber und Färber.

Das alte Mauthaus, die Andreas Hofer Weinstube, das Haffnerhaus mit schönen Kachelverzierungen, das Weinkammerhaus der Lebzelter und Wachszieher, 1856 gegründet, bis 1986 wurden hier unter anderem kunstvolle Objekte aus Wachs erzeugt.

Das Haus Nr. 24 ursprünglich im Besitz von Weißgerbern und später Kammmachern. Dann aber kam ein Gewerbe ins Haus, das man das älteste oder auch horizontale nennt, das Maison de Plaisir.

Das innere Steintor aus dem 15. Jh., unter Erzbischof Paris Lodron erneuert, trägt sein Wappen und hatte seinerzeit als Eintrittspforte in die Stadt, durch seine Kontrollfunktion (der Torwächter wohnte auf der Innenseite), große Bedeutung. Der Eingang konnte durch eine Zugbrücke geschlossen werden. Das hinderte die Bauern aber nicht, 1525 (Bauernkriege), durch dieses Tor in die Stadt einzuziehen.

Schließlich kommen wir noch rechter Hand zur Imbergstiege, die zur kleinen Imbergkirche, einem sehenswerten barocken Kleinod, das im Auftrag von Prälat Dr. Johannes Neuhardt liebevoll restauriert wurde, hinaufführt.

Linker Hand „das Kino“, ein Filmkulturzentrum, das schon oft seinen Namen und die Funktion des Hauses gewechselt hat.

Am Ende unseres Spazierganges stellt man fest, dass die alte Steingasse, ehemals die einzige geschäftige Straße rechts der Salzach, heute mit ihren historischen Häusern einem aufgeschlagenen Märchenbuch gleicht. Sie erzählt viele Geschichten aus längst vergangener Zeit und verzaubert damit immer noch ihre Besucher.

Mag. Christine Hackenberg

PLAUDERBANK

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EINSITZEN AUF DER PLAUDERBANK 
Stadtteilverein Parsch

Auf der Bank vor dem Büro, am Do 18.6. ab 17h

Die Plauderbank ist ein Projekt, das wir vor Corona für das Jahr 2020 geplant haben. Im Mai war eine Auftaktveranstaltung im Volksgarten geplant. Doch Corona hat das seine getan und die Plauderbank ist der Distanz zum Opfer gefallen. Statt social contact war social distancing angesagt.

Wir wollten aber nicht bis 2021 warten. Wollten den Schirm ausprobieren, die Bank einsitzen und einfach in Ruhe über Gott und die Welt plaudern. Mit der nötigen Distanz haben wir das am Donnerstag, den 18.6. auch getan. Die Sonne war auch dabei.

Wir haben uns entschieden die Plauderbank im Oktober 2020 donnerstags offiziell wach zu küssen. Wir informieren zeitnah!

Alle Neuigkeiten seht ihr unter salzburg-parsch.at und wo immer ihr dieses Zeichen seht

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Wieder heißt es für den Stadtteilverein Parsch Abschied nehmen.

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Am 15. Mai 2020 hat uns, das Gründungsmitglied, langjähriges Vorstandsmitglied und  treues Vereinsmitglied über  16 Jahre,

Frau Reg.Rat Gertraud Six , SALK Rechnungsdirektor i.R.

für immer verlassen.

Gertraud war eine „waschechte“ Parscherin, eine wache Zeitzeugin der Wechselfälle dieses Stadtteils, dem sie zeitlebens treu  und dankbar verbunden war.

Wir verlieren mit Gertraud eine Frau der 1. Stunde des Vereins, den sie von der Gründung an mitgestaltete und begleitete. Von 2004 an bis 2018 brachte sie ihr Fachwissen und Engagement in ihrer Funktion der Kassier-Stellvertreterin ein.

Seit 2006 war sie treues Mitglied unserer Frauenrunde, der sie trotz mancher gesundheitlicher Beeinträchtigung  bis zuletzt verbunden war.

Gertraud  hatte  außer ihrem „guten Händchen“ für Zahlen, viele andere Fähigkeiten und Vorlieben: Sie liebte ihren Garten, Blumen, Reisen und Kochen. Legendär waren ihre Wiener Schnitzel, die bei keinem  „Grenzenlos Kochen“  fehlen durften. Mit großer Liebe, und zuletzt  auch unter erheblichen Mühen hergestellt, erfreute sie damit  BesucherInnen aus fern und nah.

Ihre Aufgeschlossenheit, ihr Interesse an der Entwicklung des Vereins, ihre Großzügigkeit, Ihr Optimismus, ihr Humor, ihre Unverdrossenheit -auch in schweren Zeiten- ist uns Vorbild.

Wir danken Dir, liebe Gertraud, für alle Zeichen Deiner Freundschaft und Deines Engagements.

Wir können  Dir zwar kein Goldenes  Verdienstzeichen überreichen, wie es Dir vom Land in Anerkennung Deiner beruflichen Leistungen verliehen wurde, aber wir  werden Dich mit großer Wertschätzung  und Dankbarkeit  als liebenswerten, aufrechten und wertvollen Menschen in Erinnerung behalten.

Liebe Mitglieder des Stadtteilvereins, es geht wieder los!

nach einer langen Zeit des Stillstandes, können wir jetzt wieder einige kleine Veranstaltungen anbieten, natürlich immer nach den Verordnungen des Gesundheitsministeriums, deshalb mit beschränkter Teilnehmerzahl und mit Voranmeldung. Die Termine für Juni finden sie unter Veranstaltungsübersicht. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei dem einen, oder anderen Termin.

Der Stadtteilverein Parsch trauert um Helmut Laimer.

Der am 22. März 2020 verstorbene Schriftsteller, Graphiker, Texter und Maler Helmut Laimer war ein „echter“ Parscher und hatte zeitlebens eine tiefe Verbundenheit zu seinem Stadtteil.

Helmut war mit seinen Eltern und seinem Bruder in der Weichselbaumsiedlung, Fadingerstraße 15 aufgewachsen – also ein „echter“ Parscher. Als Mitautor des Buches „Parsch erzählt“ und in den vier folgenden „Parscher Journalen“ verdanken wir ihm so manchen historisch interessanten Beitrag zu Entwicklung und Geschichte unseres Ortsteils. In seinen Texten für die „Parscher Pfarrbriefe“ lernen wir den Schriftsteller neben seiner humorvollen Seite auch nachdenklich und hintergründig kennen.

Hier bei uns in Parsch begann sein Leben, hier hatte der kleine Helmut glückliche Kinderjahre mit Radfahren, Indianerspielen, Ritterkämpfen, aber auch die Schrecken des Krieges erlebt. Eine 500-Kilo-Bombe riss ein großes Loch in den Erdboden neben der Kellerluke seines Wohnblocks; die Bombe war aber zum Glück nicht detoniert. Dieses Ereignis brannte sich unauslöschlich in Helmuts Erinnerung – zu groß war die Angst, die er im Hauskeller dicht gedrängt mit Familie und anderen Bewohnern ausgestanden hatte. Der kleine Zeitzeuge schilderte auch den „Frieden“ und die Besatzungszeit in Parsch. In dieser Zeit machte Helmut mit Neuartigem wie Kaugummi oder Ananasscheiben aus der Konservendose Bekanntschaft.

Die anschließende Volksschulzeit verbrachte Helmut natürlich in der ehemaligen Feigenkaffefabrik „André Hofer“ des Ludwig Zeller. Helmut erinnerte sich an die enge, steile Treppe in den ersten Stock, den schwarz in Öl eingelassenen Fußböden, der Schulspeisung im Vorraum, den Züchtigungen mit dem Bambusstock und dem Prangerstehen in der Ecke. Unterbrochen wurde die Volksschulzeit mit knapp 7 Jahren, als Helmut ein Jahr in Portugal zur Erholung verbrachte, da er damals, wie knapp 80 Prozent der Salzburger Kinder, unterernährt war.

Am 21. Dezember 1947, ein Uhr nachts wurde Helmut mit 74 Kindern und Betreuungspersonal der Caritas per Zug vom Salzburger Hauptbahnhof nach Genf gebracht. Von Genf wurden sie mit dem Flugzeug wie Helmut schilderte „bis ans Ende der Welt“ geflogen. Im Flugzeug verspeiste Helmut zudem seine allererste Banane! In diesem Jahr wäre unser Helmut bald zum waschechten Portugiesen geworden. Er hatte alsbald unsere Muttersprache verlernt und konnte mangels Deutschkenntnisse keine Briefe nach Hause schreiben. Doch nach seiner Rückkehr nach Salzburg-Parsch kehrte nach wenigen Tagen auch unsere Sprache zurück. Mit Portugal verband Helmut Dankbarkeit und viele neue Erfahrungen: Die Unbeschwertheit und der Kontakt zu beiden liebevollen Gastfamilien hielten ein Leben lang.

Auch seine Liebe zu Parsch hielt ein Leben lang. Mit seiner neu gegründeten Familie lebte Helmut in einer Wohnung in der Parsch-Süd-Siedlung – auf der anderen Seite der Bahnlinie und der Weichselbaumsiedlung.

Wir in Parsch können nur dankbar sein, einen so vielseitigen Künstler unter uns gehabt zu haben. Seine verschiedenen schriftstellerischen Beiträge in Druckwerken und Internet, seine Graphiken und Fotografien, Titelbilder und Umschläge einzelner Werke wurden von Helmut mit Liebe erstellt und bearbeitet und bereichern unsere Vereinsarbeit und den Stadtteil.

Helmut, Deine Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit, Deine Hilfsbereitschaft, Deine Gewissenhaftigkeit, Deine Herzlichkeit und Dein Lächeln werden uns fehlen! Aber in Deinen Werken, in unserer Erinnerung und in unseren Herzen lebst Du weiter!

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt Deiner Familie.

In Dankbarkeit der Stadtteilverein Parsch.

I.V.: Claudia Willi und Mag. Magdalene Arendt-Körner

Veranstaltungen

Aufgrund der Verordnungen der österreichischen Bundesregierung, sagen wir alle Treffen und Veranstaltungen bis auf Weiteres ab.

Wir danken für das Verständnis und wünschen unseren Mitgliedern und UnterstützerInnen auf diesem Weg alles Gute, passt´s auf euch auf, bleibt gesund und wir sehen uns hoffentlich bald wieder.

Die Mitglieder des Vorstandes

Z´sammkemma

Grenzenlos kochenwird auf Herbst verschoben!

gemeinsames interkulturelles Kochen, keine Anmeldung nötig,

Auftakt mit afrikanischen Trommelklängen

Kosten: kochen, abwaschen, spenden, Kontakte knüpfen

Pfarrsaal Parsch, Geißmayerstrasse 6

Kontakt Stadtteilverein Parsch, Magdi Rücker, Tel. 0676/5587148

stadtteilverein-parsch@gmail.parsch, 

Zámmkemma in Parsch

Faires Frühstück im CK21

am 29.02.,einem besonderen Tag, lud der Stadtteilverein Parsch zu einem besonderen Frühstück ins CK21 ein.

Ein öko faires Frühstück, zubereitet und geliefert von Fr. Karin Hörmanseder, EZA-fairer Handel. Brot, Wurst, Käse, Salat und Aufstriche kamen allesamt von regionalen Anbietern in Bioqualität, die anderen Produkte Kaffee, Tee, Marmeladen, Schokoladen und Säfte aus fairem Handel. Dank Traudl Gruber wurde auch ein wunderbarer Kuchen angeboten.

Nicht nur unser Hunger, sondern auch der Wissensdurst über fairen Handel wurde durch umfassende Informationen von Fr. Hörmanseder gestillt. Zum gemütlichen Plaudern und zum Kennen lernen war genug Zeit und dabei war immer wieder der Wunsch nach Wiederholung des gemeinsamen Frühstückens zu hören.