Seit kurzem stehen jetzt beide im Ruhestand und genießen es, „nicht mehr dauernd eingespannt zu sein, mehr Zeit zu haben für Sachen, die bisher zu kurz gekommen sind.“ In ihrem Leben haben sie sich sehr für die Benachteiligten eingesetzt – in der Entwicklungshilfe, in Organisationen, die für ein gerechtes und menschenwürdiges Leben eintreten.
Toni Ehammer, geb. 1945, stammt aus Hopfgarten in Tirol von einem Bergbauernhof als 6. von 7 Geschwistern. 1956 kam er ins Borromäum (sein erster Kontakt mit Parsch), nach der Matura 1964 studiert er in Innsbruck und später in Salzburg Theologie.
Sein ganzes Leben steht vorrangig im Dienst der Entwicklungspolitik und der Entwicklungshilfe:
Ab August 1975 kehrt er heim und wird bald Sekretär der „Katholischen Männerbewegung“, einer kirchlichen Organisation, die sich mit der Rolle des Mannes befasst und entwicklungspolitische Projekte unterstützt über die Aktion „Sei So Frei“ (früher „Bruder in Not“).
Weiters ist er engagiert bei der „Aktion Leben“. Die Prinzipien: Beratung anbieten – konkrete materielle Hilfe leisten – Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit – nicht verurteilen, sondern Gespräche und Beziehungen anbieten – sind ihm wichtig, um den betroffenen Frauen in ihrer schwierigen Situation echte Hilfe leisten zu können.Marianne Ehammer ist Dipl.-Krankenschwester und war Stationsleiterin im Altenheim Albertus-Magnus-Haus, seit zwei Jahren ist sie im Ruhestand.
Ihre Kinder: Katrin ist Krankenschwester und Physiotherapeutin, Barbara ist Physiotherapeutin, Thomas ist Dr. med für Radiologie, Stefan Dipl.-Geograf.
Für die Familie wünschen sie sich, dass es weiterhin einen guten Zusammenhalt gibt, dass auch Auseinandersetzungen positiv erfolgen, dass sie gesund bleiben, und Toni freut sich auf seine Enkel.
Seine Wünsche für Parsch hängen großteils mit seinem Amt als PGR-Obmann zusammen: „Den Menschen in der Pfarre das Gefühl geben: Du gehörst dazu! Niemand soll negativ bewertet werden… Glaube und religiöses Leben stärker als Beziehung sehen – miteinander und mit Gott in Beziehung treten, nicht nur Pflichten oder Regeln erfüllen… Die Jugend mehr interessieren und motivieren…Kontakt zu andersgläubigen Menschen…Vernetzung mit Gruppen und Initiativen im Stadtteil Parsch… dass es weiterhin ein reges Pfarrleben gibt, und dass allen wichtig wird: Integrieren, nicht ausgrenzen!“
Als Geschenk für den Adventkalender möchte er das weitergeben, was er selbst bei seinen Entwicklungshilfe-Einsätzen erlebt und gelernt hat:
Ein Katechist, der bei uns seine Ausbildung machte, sagte auf meine Frage, was ihm unsere Arbeit gebracht habe: „Ihr habt uns vermittelt, dass Mann und Frau gleichwertig sind und partnerschaftlich leben sollen; dass die verschiedenen Völker (Stämme) unseres Landes in Frieden miteinander leben sollen und wir keine Angst voreinander haben brauchen und dass wir uns auch vor den Geistern nicht fürchten müssen.“